Abschied von Opa Elefant (Isabel Abedi & Miriam Cordes)

Opa Elefant sucht die Elefantenkinder auf, um sich für immer zu verabschieden. Es entsteht ein Gespräch über den Tod zwischen dem Protagonisten Johnny, seinen jungen Elefantenverwandten und seinem Großvater. Sie entwerfen Hypothesen, was nach dem Tod passiert. Es bleibt offen. Der alte Elefant verweist auf die Zukunft, sagt herzlich Lebewohl und geht.

Warum dieses Buch?

Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren stellen unbefangen Fragen zum Tod, sofern er in der Familie kein Tabu darstellt. Der Elefant Johnny fragt stellvertretend für die Kinder. Seine kleinen Elefantenverwandten äußern Vorstellungen, was nach dem Sterben eintreten könnte. Dazu zählt die Möglichkeit, dass der Tod das Ende darstellt. Keine Variante unterliegt der Beurteilung der Autorin, was ich begrüße. Die Geschichte ist für das Kindergartenalter geeignet und einfühlsam erzählt. Nach meiner Einschätzung wirken die Gefasstheit und Geduld des alten Elefanten auf kleine Zuhörer beruhigend. Unterstützt wird dies durch die ruhige warme Ästhetik der Illustrationen. Die Enttabuisierung und kindgerechte Bearbeitung des Themas finden über einen unbefangenen Austausch und freundliche Zeichnungen statt. Daher ist dieses Buch eine empfehlenswerte Alternative zu den immer genannten, eher makaberen Titeln, die teilweise gruselige Darstellungen enthalten und/oder thematisieren, dass man plötzlich sterben kann.

(Nora)

Verlag: Heinrich Ellermann GmbH Hamburg

Erscheinungsjahr: 2006

Seitenzahl: 32

ISBN: 978-3-7707-4292-9