Der Flaschenpostfinder (Michelle Cuevas & Erin E. Stead)

Der Flaschenpostfinder ist die Geschichte über einen Mann, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Flaschenpost aus dem Meer zu fischen und sie dem jeweiligen Empfänger zu überbringen. Da er keine Freunde hat und sehr einsam ist, träumt er davon, selbst einmal einen Flaschenpostbrief zu erhalten. Eines Tages findet er in einer Flasche eine Einladung zu einem Strandfest, jedoch ohne Angabe des Empfängers. Nach einer vergeblichen Suche entschließt er sich, selbst zum Fest zu erscheinen, wo er auf eine besondere Versammlung stößt. 

Warum dieses Buch? 

Dieses Bilderbuch zeigt eine wunderschöne, kunstvoll illustrierte und sprachgewaltige Geschichte, die zum Nachdenken und Philosophieren anregt. Was bedeutet Einsamkeit? Wie wichtig ist ein persönliches Miteinander? Und wie kommunizieren wir miteinander? Diese Fragen sind im heutigen Zeitalter der digitalen Kommunikation wichtiger denn je. Umso mehr freue ich mich darüber, dass durch dieses Buch handgeschriebenen Briefen wieder eine besondere Bedeutung zugemessen wird.  

Auch die Rolle des Flaschenpostfinders ist interessant. Er hat einen wichtigen Beruf, zweifelt jedoch daran, dass ihm, der „keinen Namen hatte und nach Seetang, Salz und Fischerfüßen stank“, jemals eine Person einen Brief schreiben würde. Welchen Platz nimmt dieser Mann in unserer Gesellschaft ein?  

Dieses Buch ist für Kinder ab vier Jahren empfohlen, könnte jedoch insbesondere Grundschulkindern, die sich zunehmend für individuelle Kommunikationstechniken interessieren, durchaus neue Perspektiven eröffnen.  

(Sarah)

Verlag: Fischer Sauerländer  

Erscheinungsjahr: 2018 

Seitenzahl: 48 

ISBN: 978-3-7373-5515-5