In einer abgeschiedenen Berglandschaft leben viele Kinder unter der Obhut einer „Schäfin“. Die Kinder der Ringelblumengruppe genießen ein sorgloses Leben: Sie spielen, lernen, essen gut und werden rundum versorgt. Arbeiten müssen sie nicht und Entscheidungen treffen ebenfalls nicht, denn dafür sorgt die Schäfin. Ganz anders sieht der Alltag der Primelkinder aus. Sie verrichten sämtliche Arbeiten, schleppen Steine, putzen, kochen und kümmern sich um alles, was den Ringelblumenkindern ein bequemes Leben ermöglicht. Die Ungleichheit scheint für alle selbstverständlich zu sein, bis ein Ringelblumenkind beginnt, Fragen zu stellen.
Warum dieses Buch?
„Der erste Schritt“ regt Kinder dazu an, über Gerechtigkeit, Verantwortung und den Mut nachzudenken, bestehende Regeln zu hinterfragen. Ohne zu belehren zeigt Pija Lindenbaum, wie leicht Ungleichheit als selbstverständlich akzeptiert wird und dass Veränderung oft mit einer einzigen Person beginnt, die den ersten Schritt wagt. Die Geschichte lädt zum gemeinsamen Nachdenken und Philosophieren ein und bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche über Fairness, Mitbestimmung und Zusammenhalt. Die detailreichen Illustrationen unterstützen dies, indem sie Gefühle und Machtverhältnisse sichtbar machen und Kinder dazu ermutigen, genau hinzuschauen und eigene Gedanken einzubringen. So stärkt das Bilderbuch Empathie, kritisches Denken und das Bewusstsein dafür, dass jede und jeder etwas bewirken kann.
Vielen Dank an den Klett Kinderbuch Verlag für das Zusenden dieses Rezensionsexemplars!
(Melina)
Verlag: Klett Kinderbuch
Erscheinungsjahr: 2023
Seitenanzahl: 48 Seiten
ISBN: 978-3-95470-276-3
Altersempfehlung des Verlags: ab 4 Jahren