Wie jeden Tag steht Jean, der Mondhüter, hinter seinem Schalter auf dem Mond. Ja, ihr habt richtig gelesen. Jean ist der Hüter einer Lagerhalle auf dem Mond. Dort werden Gedanken, Erinnerungen und Träume aufbewahrt. Jene die nicht zu Ende gedacht werden konnten, weil die Menschen dabei unterbrochen wurden. Das kommt leider immer seltener vor. Aber noch seltener, praktisch nie, kommt es vor, dass Jean an seinem Schalter Besuch bekommt. Doch heute ist es so und so viel Mühe er sich auch gibt, das Kind möchte einfach nicht mehr gehen.
Warum dieses Buch?
Charlotte Bellière erzählt hier eine zauberhafte gleichzeitig etwas melancholische Geschichte über das Träumen und Nachdenken aber auch über das Älter werden, Abschied nehmen und Loslassen. Begleitet wird die Geschichte von stimmungsvollen Illustrationen, welche die Atmosphäre des Ortes, der Einsamkeit ebenso wie den Wandel widerspiegeln. Die Geschichte eignet sich sehr gut um gemeinsam dazu zu philosophieren, was mit Gedanken, Ideen, Träumen oder Wünschen geschehen kann. Wohin gehen sie, wenn sie unausgesprochen bleiben? Kann man sie wirklich aufgeben oder bleiben nicht doch irgendwo wenigstens Bruchstücke davon? Und wie wäre es eigentlich, wenn wir sie einfach bei uns behalten und versuchen zu verwirklichen? Weitere Themenfelder sind der Neuanfang ebenso wie der Abschied und das Loslassen. Für beide Protagonist*innen beginnt mit ihrem Zusammentreffen ein neuer Lebensabschnitt, dafür müssen sie jedoch auch Dinge loslassen, Veränderungen zulassen und irgendwann Abschied nehmen.
Vielen Dank dem Verlag Carl-Auer Kids für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!
(Jenny)
Verlag: Carl-Auer Kids
Erscheinungsjahr: 2024
Seitenzahl: 54
ISBN: 978-3-96843-052-2
Altersempfehlung des Verlags: ab 4 Jahren