Theobald der Brezelbäcker (Eric Carle)

Theobald war als bester Bäcker im ganzen Land bekannt. Selbst der Herzog und die Herzogin konnten seinen Milchbrötchen nicht widerstehen. Doch als eines Morgens die Katze die Milchkanne umstieß, konnte Theobald die Milchbrötchen nur mithilfe von Wasser backen und sie wurden hart wie Stein. Der Herzog und die Herzogin waren sehr wütend und setzten ihm ein Ultimatum: „Du darfst bleiben, wenn es dir gelingt, ein Brötchen zu erfinden, durch das dreimal die aufgehende Sonne scheint.“ Voller Sorge machte sich Theobald an die Arbeit. Als ihm nichts mehr einfallen mochte und die letzte Teigrolle in den Eimer voll Wasser fiel, kamen seine Frau und sein Sohn zu ihm und taten das in das Wasser gefallene Teigstück in den Ofen…fertig gebacken, mit drei Löchern in der Mitte, schien auch die Sonne drei Mal hindurch. Der Herzog und die Herzogin schmeckten das Gebäck und sie fragten nach dessen Namen. Theobald stotterte ein Wort zusammen… „Bret … s’ll“. Eine Brezel!

Warum dieses Buch?

Wie könnte denn eine Brezel entstanden sein? In dieser lustigen Geschichte erzählt uns Eric Carle mit seinen einmaligen Illustrationen, wie der Bäcker Theobald seine erste Brezel gebacken hat. Wie immer haben Carles Geschichten aber auch einen tieferen Sinn. Zwar hatte Theobald der Mut verlassen, aber der Zufall kam ihm zu Hilfe. Vielleicht müssen wir das Leben manchmal einfach seinen Lauf nehmen lassen und nicht alles perfekt machen. Wie von Carle gewohnt ein zeitloses Lesevergnügen.

Auf den letzten Seiten findet sich noch ein informativer Text, woher der Name und die Form der Brezel stammen und wie der Carle zu dieser Geschichte gekommen ist.

Vielen Dank dem Gerstenberg-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

(Anna J.)

Verlag: Gerstenberg

Erscheinungsjahr: 2022

Seitenzahl: 40

ISBN: 978-3-8369-6091-5

Altersempfehlung des Verlags: ab 3 Jahren